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Energie und Umwelt | 2007-11-09 05:06:36

Greenpeace-Report: Billiges Palmoel heizt das Klima an Deutsche Nachfrage zerstoert den Regenwald in Indonesien

Greenpeace-Report: Billiges Palmoel heizt das Klima an Deutsche Nachfrage zerstoert den Regenwald in Indonesien


Hamburg (pressrelations) - Greenpeace-Report: Billiges Palmoel heizt das Klima an Deutsche Nachfrage zerstoert den Regenwald in Indonesien Hamburg/Jakarta, 8.11.2007 - Die Verwendung von Palmoel fuer die Lebensmittel-, Kosmetik- und Biokraftstoffindustrie zerstoert die letzten Urwaelder in Suedostasien. Dies ist das Ergebnis des heute veroeffentlichten Greenpeace-Reports 'Cooking the Climate'. Firmen wie Unilever, Nestli und Procter Gamble sind demnach mitverantwortlich fuer die Zerstoerung der lebenswichtigen Kohlenstoffspeicher in Indonesien. Die Brandrodung der letzten indonesischen Urwaelder, wie in der Provinz Riau auf der Insel Sumatra, hat dramatische Konsequenzen fuer das globale Klima. Allein die Torf-Urwaelder Sumatras speichern so viel Kohlenstoff wie von allen Laendern der Erde jaehrlich emittiert werden. 'Die Zerstoerung der Urwaelder zum Anbau von Oelpalmen ist nichts anderes als Klimavandalismus', sagt Martin Kaiser, Waldexperte von Greenpeace. 'Die heutigen grossen Palmoelverbraucher in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Kraftstoffindustrie muessen sich jetzt fuer ein Moratorium zum Schutz der letzten Urwaelder einsetzen.' Deutschland importiert jedes Jahr etwa 950.000 Tonnen Palmoel fuer Lebensmittel, Kosmetik und zur Energiegewinnung. Das Ziel der EU, bis 2020 einen Anteil von 10 Prozent Agrokraftstoffe am Gesamtkraftstoffverbrauch zu erreichen, hat den Palmoel-Boom weiter beschleunigt. Derzeit setzt sich Greenpeace mit einem Urwald-Aktivistencamp nahe der Palmoel-Plantage der Firma 'Duta Palma' fuer ein Ende der Brandrodung und Trockenlegung der Torfwaelder ein. Der Greenpeace-Report zeigt auf, wie die torfreichen Regenwaelder gerodet, verbrannt und trockengelegt werden, um dann Oelpalmen anzupflanzen. Greenpeace hat Torfschichten von bis zu acht Metern Tiefe auf den Palmoel-Konzessionen von 'Duta Palma' gemessen. Die Entwaldung ist auf diesen Torfboeden gesetzlich verboten, jedoch weit verbreitet. Bis heute gibt es kein oekologisch und sozial nachhaltig produziertes Palmoel weltweit. Die ueber 150 namhaften Mitglieder des sogenannten 'Runden Tisches fuer nachhaltiges Palmoel' (RSPO) haben es trotz ehrgeiziger Ziele bisher nicht geschafft, die weitere Waldzerstoerung durch den neuen Anbau von Oelpalmen zu beenden. Einzelne Mitglieder des RSPO sind im Gegenteil in Urwald- und Torfwaldzerstoerung direkt verstrickt. 'Die EU und die Bundesregierung sind dabei, im Namen des Klimaschutzes einen nie dagewesenen Palmoel-Boom auszuloesen, dem die letzten Regenwaelder der Erde zur Herstellung von Agrokraftstoffen zum Opfer fallen werden. Damit waere dem Klimaschutz ein Baerendienst erwiesen', sagt Martin Kaiser. Bis 2020 soll EU-weit dem Dieselkraftstoff zehn Prozent Agrokraftstoff beigemischt werden, in Deutschland gar 17 Prozent. URL: www.greenpeace.org  
 
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